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Dinner and Crime – mörderisch gut

Kulinarische Verbrecherjad im Hotel Stefanie

by Jen
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Liebe Krimi und Kulinarik Fans.

Schon mal von einem Dinner & Crime gehört? Wenn ja und du aber nicht genau weißt, was du dir darunter vorstellen kannst, dann bist du hier genau richtig. Ob sich so ein Dinner & Crime-Abend lohnt, wie unser Eindruck und unsere Erfahrung war und wie uns das Dinner geschmeckt hat, erfährst du hier in diesem Artikel.


Dinner & Crime

Wer auf Kriminalfälle bzw. auf Rätsel lösen steht und gleichzeitig eine kulinarische Begleitung wünscht, für den oder diejenige wäre ein Dinner & Crime ein interessantes Abendprogramm. Es ist kein Event, welches man wöchentlich wiederholt, aber zu bestimmten Anlässen oder als Geschenk wäre diese Art von Dinner allemal ideal.

Wir haben uns ein 3-Gänge-Menü im Rahmen eines Mädels-Abend/Geburtstag im „Schick Hotel Stefanie“ inklusive Krimi mit Mordfall servieren lassen.


Was geschieht nun bei einem Dinner & Crime?

Kurzgefasst: Ihr bekommt während des Abendessens eine Aufführung zu sehen. Im Prinzip eine Schauspieleinlage, wo alle Gäste als Detektive miträtseln sollen. Denn bei einem Dinner and Crime geschieht, wie der Name schon verrät, ein Verbrechen und ihr müsst herausfinden, was genau passiert ist und wer den Mord begangen hat…. 


So fing der Abend an. Crimelocation: Hotel Stefanie

Es gibt verschiedene Kriminalfälle und Spielorte. Diese variieren je nach Tag (nur Wochenende), werden aber auch zeitweise wiederholt. So dient z.B. das Vienna Marriott Hotel, das Schloss Wilhelminenberg oder auch das Hotel Stefanie, in welchem wir waren als Krimi- und Dinnerlocation. 

Unser Dinner begann um 19:30. Wir trafen uns am frühen Abend in der 2 min zu Fuß entfernten Spelunke, um mit einem Drink den Abend einzuleiten und waren dann etwa 10 Minuten vor Beginn im Hotel Stefanie, welches sich im 2. Bezirk auf der Taborstraße befindet. 

Angekommen gaben wir zuerst die Jacken an der Garderobe ab, meldeten uns mit unseren Tickets an und gingen dann mit unserem Begrüßungssekt weiter in den Festsaal, der mit teils runden Gala-Tischen, teils in Tafelrunden angeordnet war.

Ca. 15 Tische mit je 8-10 Sitzplätze befanden sich in dem Saal, also doch eine ganz schöne Anzahl an Gästen, die am Dinnerspektakel teilgenommen haben. Gemeinsam gebuchte Gruppen bleiben zusammen, können aber mit einer anderen Partie zusammen an einem Tisch platziert werden, so wie es bei uns der Fall war. Wir waren zu fünft und saßen mit drei weiteren Personen am Tisch. Zusammen bildeten wir ein Team.


„Die Auktion“ beginnt, das Dinner ist serviert

Ursprünglich hatten wir den Krimifall „Tartufo Mortale“ gebucht, welches aber seitens der Veranstalter auf „die Auktion“ umdisponiert wurde. Am Tisch lagen bereits Zettel. Einer davon war der Abgabezettel, den wir mit Notizen versehen konnten und der am Ende samt unserer Auflösung, also dem Tathergang und dem Mörder, abgegeben werden musste. Dem erfolgreichsten Team, sprich das Team mit der richtigsten Lösung winkt ein kleines Siegespräsent: eine Flasche Sekt, genauso wie das Team mit der kreativsten Lösung. Der andere Zettel beinhaltete bereits erste Hinweise und eine Einleitung in die Story. 

Und dann fing das Theater an. Zwischen den Gängen und manchmal auch während dem Essen führten die Schauspieler das Spektakel rund um den Mord von Gräfin Albany auf und alle waren scharf auf das Erbe…. Also Vorsicht ist geboten, denn die Indizien sollte man sich merken oder aufschreiben. Man muss nicht ständig auffassungsbereit dasitzen, denn man bekommt schon mit, wenn gerade eine neue Szene am laufen ist. Die Schauspieler/innen sprechen alle laut, deutlich und sind gut hörbar.

Auch die Gäste wurden ab und an in die Szenerie mit eingebunden. Das sorgte für ein paar lustige Sequenzen. Generell ist die Dinner Show mit einigen witzigen Gags und komödienhaften Dialogen recht lebendig und kurzweilig. Damit das Hirn hin und wieder Denkpausen einlegen kann, werden die Szenarien mit dem nächsten Gang unterbrochen. 

Am Ende hat man 10 Minuten Bedenkzeit, um den Übeltäter inklusive Tathergang auf den Zettel niederzuschreiben und abzugeben. Danach wird der Mord aufgelöst und einige „Ahaaas“ und „Ohooos“ füllten den Raum. 🙂 Das komplette Dinner hat bis ca. 22:30 gedauert. Also man kann mit etwa drei Stunden rechnen. Wir saßen noch bis ca. 23 Uhr am Tisch, um mit den letzten Drinks den Abend ausklingen zu lassen und sind dann als ziemlich die letzten Gäste gegangen.

Teamwork ist gefragt. Können wir die Hinweise richtig deuten und den Mord auflösen? (Foto: Freizeit in Wien)


Was gab es zu essen? Das Dinner:

Das Abendmenü ist quasi eine Überraschung, da man im Vorhinein nicht erfährt, was es genau zu essen gibt. Man kann lediglich im Vorhinein entscheiden, ob man ein vegetarisches Menü wünscht. Unser 3-Gänge-Menü setze sich wie folgt zusammen:

  • Vorspeise
    (Trilogie vom Lachs. Gebeizt, geräuchert und als Terrine. Mit Oberskren und Honigsenfsauce)
  • Hauptgang
    (Rosa gebratener Kalbsrücken. Mit Morcheljus, Kartoffelgratin und Portweinschalotten)
  • Dessert
    (Mousse au Chocolat mit marinierten Beeren)

Getränke sind übrigens nicht inkludiert. Diese sind dann am Ende separat zu zahlen.

Das Essen hat uns eigentlich ganz gut geschmeckt. Es gab in unserer Gruppe eine Unstimmigkeit mit dem Lachs und auch Kalb war bei uns nicht Jederfraus Favorit gewesen. Es war kein extravagant kulinarisches Erlebnis, sondern ein eher gewöhnliches 3-Gänge Menü. 🙂 

Als Hauptgang gab es rosa gebratenen Kalbsrücken. Foto: Freizeit in Wien


Buchung und Preise

Wenn ihr direkt beim Veranstalter buchen möchtet geht auf die Website von Crime Club https://crime-club.at und sucht euch unter „Termine & Tickets“ das gewünschte Datum und Spielort aus. Kostenpunkt: 74€ pro Person. 

Es gibt auch die Möglichkeit über Jollydays, mydays und co. euer Dinner & Crime zu buchen, ich finde dass es aber direkt über den Veranstalter super einfach und unkompliziert läuft, plus, sollte sich zum Beispiel etwas ändern, wie bei uns (Krimifall wurde geändert) bekommt ihr die Infos direkt vom Veranstalter. Preislich macht es auch keinen Unterschied und auch Gutscheine könnte ihr dort erwerben.


Fazit:

Wir haben den Abend sehr genossen und werden sicherlich wieder zu einem Dinner & Crime gehen. Vielleicht findet ihr zu einer größeren Gruppe zusammen, damit ihr den Tisch mit keiner anderen Partie teilen müsst und so nicht mit fremden Leuten zusammensitzt, was natürlich auch überhaupt kein Thema für uns war, aber zu Corona Zeiten, war es schon seltsam so nah und quasi ohne Abstand mit anderen zusammenzusitzen. Die Tickets sind pro Abend begrenzt und zu Zeiten wie etwa Weihnachten, sind diese natürlich sehr begehrt und schneller vergriffen.

Vielleicht hat euch nun die Krimillust gepackt und seid nun bereit, für euer erstes Dinner & Crime.

Eure Jen

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